Katharina Grosse

 1961 in Freiburg im Breisgau geboren, lebt und arbeitet in Berlin und Neuseeland. Sie gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart und ist international für ihre raumgreifenden Installationen bekannt. Ihre Arbeiten überschreiten die traditionellen Grenzen zwischen Malerei und Skulptur und verwandeln ganze Räume, Objekte und Landschaften in farbgewaltige Kunstwerke und eröffnen neue Seherlebnisse. In der Ausstellung spiegeln skulpturale und plastische Werke aus den 1980er-Jahren bis heute ihren künstlerischen Werdegang eindrucksvoll wider.

Grosse studierte an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf bei Norbert Tadeusz und Gotthard Graubner. Sie war Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee (2000–2010) und Professorin für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf (2010–2018). Seit 2010 ist sie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin

Katharina Grosse verwendet für ihre Malerei eine mit Kompressor betriebene Spritzpistole.
Die installativen Dispositionen der Arbeiten werden dabei immer komplexer: Boden und Decke werden mit zum Malgrund, Schutt und Stein wird aufgeschüttet, Möbelstücke, Stoffe, Objekte und Gegenstände einbezogen. Museen, Privathäuser, Plakatflächen, Treppenhäuser, Kantinen und Trainingsräume wurden bemalt. Die Sprayarbeiten schaffen Kontrapunkte und Irritationen, die eine Illusion, eine eigene Wirklichkeit erzeugen.

Zangs, Herbert