http://static.donquijote.org/images/tops/520/eduardo-chillida.jpg  Eduardo Chillida

Eduardo Chillida wurde am 10. Januar 1924 in San Sebastian geboren. Nach einem Architekturstudium in Madrid wandte er sich 1947 der Bildhauerei zu. Nach drei Jahren Tätigkeit in Paris ließ er sich schließlich in Hernani unweit seiner Heimatstadt nieder und arbeitete zunächst mit Lehm und Gips, stieg dann aber bald auf Eisen und Granit um. „Ich habe gemerkt, dass ich mit diesen Materialien den leeren Raum formen, das Vakuum provozieren und den Horizont umarmen kann“, sagte er einmal.

Der Künstler war in Spanien lange Zeit verkannt worden und hatte im Ausland mehr Erfolg gehabt als in seiner Heimat. Museen in den Metropolen widmeten ihm Einzelausstellungen, etwa in Paris, New York, Berlin, Bilbao oder Amsterdam. Bereits 1958 erhielt er den großen internationalen Preis für Skulpturen auf der Kunst-Biennale in Venedig, 1960 folgte der Kandinsky-Preis und später weitere internationale Preise wie der japanische Praemium imperiale.

 In Deutschland wurde Chillida unter anderem mit dem Karl-Wolf-Kunstpreis, dem Kaiserring der Stadt Goslar, dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und dem Piepenbrock Preis für Skulptur ausgezeichnet. Im September 2000 erfüllte er sich einen Lebenstraum und eröffnete in Hernani in einem alten Bauernhaus sein eigenes Museum. Zu den Gästen zählte damals auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).
 
 
Eduardo Chillida gilt als einer der wichtigsten spanischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er wurde durch seine monumentalen abstrakten Werke aus Stahl bekannt, von denen jetzt viele öffentliche Skulpturen sind. Diese Werke sind in der Serie El peine del viento (Windkämme) enthalten und wurden 1968 vor dem UNESCO-Büro in Paris und 1976 in einer Bucht im Baskenland in seiner Heimatstadt installiert. Im Jahr 2000 wurde als Zeichen der deutschen Wiedervereinigung seine Skulptur Berlin vor dem Kanzleramt in Berlin aufgestellt.Bekannt wurde Chillida in erster Linie mit seinen monumentalen Skulpturen in Eisen, Stahl und Beton. Seine öffentlichen Werke stehen heute auf Plätzen in Paris, Stuttgart, Madrid, Barcelona oder Washington.
Genauso sind aber auch Chillidas zeichnerische und malerische Werke von Interesse, die für ihn nicht nur reine Vorarbeiten für seine Skulpturen, sondern eigenständige Bilder darstellten. Darüber hinaus ergänzen Buchillustrationen und Graphiken sein Gesamtwerk.Oft tauchen auf Chillidas Bildern Fenster-, Treppen- und Kreisformen auf. Diese wirken aber eher wie Ornamente, die nicht aus exakten geometrischen Formen bestehen, sondern intuitiv aus dem Inneren heraus aufbrechen.
Charakteristisch sowohl für seine Skulpturen als auch seine Grafiken sind raumgreifende, verknotete oder ineinander geschobene Kompositionen von archaischer Kraft.
 

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